Es ist noch nicht zu spät!

Bei den vielen Kontakten zu Bürgern und Bewohnern rund um den Kahlberg, werden wir immer wieder mit der Argumentation konfrontiert, dass „Eh alles schon beschlossen ist und nichts mehr gemacht werden kann“ oder „Das ist schon eine lang beschlossene Sache und ändern können wir nichts mehr“.

Diese Aussagen sind schlichtweg FALSCH! Sie rühren daher, dass die beteiligten Kommunen Fürth und Grasellenbach mit einer bürgerfeindlichen Taktik Fakten schaffen möchten und hierbei selbst vor der Verbreitung von Unwahrheiten nicht zurückschrecken.

Bis zum 11.05.2016 sind noch KEINE Bauanträge für die geplanten 5 Windkraftanlagen beim RP in Darmstadt eingegangen. Nachzulesen ist dies auf der Website des RP Darmstadt. Erst nach Eingang der Anträge zum Betreiben von Windkraftanlagen werden alle zuständigen Stellen und Interessengemeinschaften um eine Stellungnahme gebeten. Ob ein Antrag dann genehmigt wird, liegt erst einmal bei dem zuständigen Regierungspräsidium, welches sich durch die angeforderten Stellungnahmen ein Bild verschaffen muss. Sollte trotz nachhaltigen Bedenken trotzdem eine Genehmigung erteilt werden, so steht Betroffenen Bürgern und/oder deren Interessenvertretung der Klageweg offen.

Warum wird die BI Kahlberg jetzt schon tätig?!
Wir setzen KEIN Vertrauen in die Politik und in die Behörden. Weil wir leider schon zu viel Negatives erlebt haben und Projekte die weit vorangeschritten sind, kaum noch zu stoppen sind. Im Frühjahr 2016 haben wir einen renommierten Biologen mit einem Vogelschutzgutachten für den Nachweis von Großvögel und Fledermäuse für den Kahlberg beauftragt. Werden schützenswerte Tiere am Kahlberg nachgewiesen und haben sie sogar Ihre Wochenstube dort, ist dies ein Ausschlusskriterium für den Bau von Windkraftanlagen. Ein Gutachten wird den rechtssicheren Nachweis von Rotmilan, Schwarzstorch und anderen Arten bringen.

Verhalten der Politik
Um die vorhandenen Horste (Nester der Vögel) zu begutachten und auch seltene Fledermausarten nachzuweisen, benötigt der Biologe von den Grundstückseigentümern am Kahlberg, also den Gemeinden Fürth und Grasellenbach, eine sogenannte Wegbenutzungserlaubnis. Ohne diese verlieren Gutachten vor Gericht an Wert, da die Beschaffung der Informationen, nicht rechtens erfolgt wären. Während die Gemeinde Fürth die Wegbenutzungserlaubnis nach mehrfachem Nachfragen verweigert hat, kam von der Gemeinde Grasellenbach erst gar keine Antwort. Letztendlich wurde die Aussage eines Vertreters der Gemeinde Fürth publik, dass man ja nicht wolle, dass der Biologe der BI Kahlberg etwas anderes finde als der eigene Gutachter!  Wer nichts zu vertuschen hat verhält sich nicht so.

Warum wollen Grasellenbach und Fürth unbedingt den Kahlberg?
Der Bürgermeister von Grasellenbach benötigt dringend Geld. Da von ca. 60.000 Euro Pachtzins im Jahr pro Windkraftanlage gesprochen wird, wären das Einnahmen von gut 180.000 Euro p.a. alleine für Grasellenbach. Seinen Bürgern versprach der Bürgermeister von Grasellenbach, die Steuern nicht zu erhöhen, was ansonsten passieren würde kämen die Anlagen nicht. Sein Versprechen hat er nicht gehalten. Schon ende 2015 wurden die Kommunalsteuern kräftig erhöht und werden sicherlich nicht wieder reduziert. Der Grasellenbacher Bürgermeister braucht einen finanziellen Erfolg. Besteht doch die Gefahr, dass jemand in der 3700 Seelen zählenden Gemeinde doch auf die Idee kommen könnte fehlendes Geld beim Gehalt des Bürgermeisters zu sparen. Schließlich können seit kurzem die Bürgermeister in kleineren Gemeinden auch ehrenamtlich eingesetzt werden. Ein Schelm wer da böses denkt.

Und Fürth? Natürlich ist man auch hier nicht gegen zusätzliche Einnahmen. Allerdings sind die Absichten des Fürther Bürgermeisters doch eher politischer Natur. Während man bis jetzt erfolgreich Windkraftanlagen im direkten Sichtfeld am Wagenberg, am Fahrenbacher Kopf bis zur Tromm verhindern konnte, möchte der Fürther Bürgermeister doch gerne als „fortschrittlich“ dastehen und setzt nun alles daran eine Reihe „dahinter“ zu bauen, direkt an die Kreisgrenze und weit weg von den eigenen Bürgern. Die paar Wähler aus Weschnitz fallen wohl anscheinend nicht ins Gewicht. Als Prestigeobjekt sieht es der Fürther Bürgermeister, auf Kosten der Umwelt, auf Kosten der Natur und vor allem auf Kosten der Bürger.

Fazit
Es ist noch nicht zu spät! Beteiligen Sie sich an unserem Protest. Es gibt viele Gründe gegen den Bau von Windkraftanlagen am Kahlberg.

Helfen Sie unseren Odenwald zu schützen. Mit Ihrer Unterschrift, mit Ihrer Spende oder gerne auch aktiv in unserer Bürgerinitiative. Dass wir parteipolitisch unabhängig sind zeigt alleine schon die Tatsache, dass aus allen demokratischen Parteien Mitbürger unser Anliegen unterstützen.

BI Kahlberg
16.05.2016