BI Kahlberg

Aktuell: 

MUNA greift BUND an
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Pressemitteilung zum neuen Gutachten „Situation des Schwarzstorches im Wirkraum des WEA-Vorhabensgebietes am Kahlberg bei Fürth-Weschnitz“

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Der Baden-Württemberger Energiekonzern EnBW und die Kommunen Grasellenbach und Fürth im Odw. planen eine Windindustrieanlage auf dem Kahlberg (südlich B460 / Wegscheide). Es sollen 5 Windkraftanlagen  mit einer Höhe von fast 200 Meter auf dem Höhenrücken entstehen. In einem Gebiet aus dem 4! Trinkwasserquellen entspringen. Besonders betroffen ist die Kommunen Mossautal, welche für die Ortsteile Hiltersklingen und Hüttenthal die Trinkwasserversorgung nur über die Hildegeresquelle sichertellen kann. Der Kahlberg gilt an seinem Südgipfel als zentraler Wsserscheidepunkt des Odenwaldes. Die über 1250 Jahre alte Hildegeresquelle am östlichen Fuß des Kahlberges, versorgt die Mossautaler Ortsteile Hiltersklingen und Hüttenthal mit Quellwasser in höchster Güte. Die Windkraftanlagen sollen auf dem geologisch „weichen“ Bereich des Odenwälder Bundsandstein gebaut werden. Ein Gebiet welches besonders durch seine instabile Gesteinsstruktur bekannt ist. Der „feste“ kristalline Odenwald fängt erst ab dem Fürther Gemeindeteil Weschnitz (Weschnitz-Pluton) bzw. an der Tromm (Tromm-Granit) an.

Wir befürchten, dass durch den Bau der Windkraftanlagen und den damit einhergehenden umfangreichen Baumaßnahmen insbesondere der Verdichtung des natürlichen Bodens und das enorme Gewicht einer Windkraftanlage (über 7000 Tonnen) die natürliche Ressource unserer Trinkwasserquelle zerstört oder dauerhaft geschädigt wird.

Wir fordern eine fachliche Bewertung durch ein hydrogeologisches Gutachten eines UNABHÄNGIGEN Gutachters um die Auswirkungen der geplanten Industrieanlagen darzustellen. Sollte eine Schädigung oder gar die Zerstörung unserer Trinkwasserquelle möglich sein, fordern wir ein absolutes Bauverbot von Windkraftanlagen auf dem Kahlberg.

Sauberes und gesundes Trinkwasser ist eines unserer wertvollsten Güter!

Wir leben mitten in und mit der Natur. Für uns selbstverständlich ist die enorme Vielfalt von Flora und Fauna. Umso unverständlicher sind Aussagen von Naturschutzverbänden, welche die Vielfalt im Bereich Kahlberg in Frage stellen und gerade auch seltene und geschützte Arten wie den Schwarzstorch, den Rot Milan und diverse Fledermausarten wie die seltene Mopsfledermaus bewusst ignorieren. Es kann nicht sein, dass viele dieser seltenen Arten in Gutachten keine Berücksichtigung finden. Wir die diese Arten täglich oder regelmäßig beobachten können, haben für nicht wahrheitsgetreue Gefälligkeitsgutachten kein Verständnis.

Naturschutz ist auch der Schutz an den Menschen und darf nicht verhandelbar sein!